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Schloß Hetzendorf

Nachrichten

Festival du Jardin 2005 - Gartentage Schloßpark Hetzendorf

Von 3.-5. Juni 2005 verwandelte sich erstmalig die ansonsten nicht öffentlich zugängliche, großzügige Parkanlage des Schlosses Hetzendorf zum fünfjährigen Bestehen des Gartenfestivals Festival du Jardin zum angesagtesten Treffpunkt für alle Gartenliebhaber! Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand der Garten mit all seinen Möglichkeiten der Gestaltung, Dekoration und Vielfalt an Pflanzenvariation und Blütenpracht. Zahlreiche nationale wie internationale Topaussteller aus den Bereichen Gartengestaltung und Gartenarchitektur, Möbel, Design, Floristik, Keramik, Pflanzen und Kunsthandwerk präsentierten in gewohnt stilvollem Ambiente Aktuelles und Trendiges für Garten, Terrasse und Haus. Ein ansprechendes Festivalprogramm mit Kunst, Kultur und kulinarischen Genüssen sowie informative Vorträge bzw. workshops wurde geboten und gab wertvolle Tipps und Anregungen für den eigenen Garten, den Balkon, die Terrasse und das Haus.

Nähere Informationen finden Sie unter: www.jardin.at

und unter: www.gartentage.at

(Arno Tippow)

Jardin hetzendorf
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Aktuell

Stimmungsreiche Adventtage 2004

Im Advent 2004 fand am Sonntag, 19. Dezember 2004, um 16 Uhr im Schloß Hetzendorf eine Tombola zugunsten der Lebenshilfe Hetzendorf statt, eine Cooperationsveranstaltung des Espresso Segafredo und der Schloßgalerie Hetzendorf mit NIKOLAUS Ch. LOCKER. Hauptpreis war das Gemälde "Patriotismus" des bekannten Hetzendorfer Aquarelisten. Das Gemälde konnte im Espresso Segafredo besichtigt werden. Weitere ansehnliche Preise wurden vergeben

Die große Verlosung fand am 19. Dezember um 4 Uhr nachmittags im Rahmen des Adventmarktes im Schloß Hetzendorf statt.

Nähere Informationen über die Lebenshilfe Hetzendorf finden Sie unter: www.dielebenshilfe.at

(Arno Tippow)

Nikolaus Locker
Copyright Locker

 

KAISER KARL I. wurde am 3. Oktober 2004 in Rom vom Heiligen Vater seliggesprochen!

von Arno Tippow

Ein ehemaliger Bewohner des Schlosses Hetzendorf wurde seliggesprochen. Erzherzog Karl von Österreich, der spätere Kaiser Karl I., wohnte mit seiner Familie vor Beginn des Ersten Weltkrieges bis 1916 im kaiserlichen Palais. Mit seiner Gemahlin Zita von Bourbon-Parma erlebte er den Ausbruch des Krieges Ende Juli 1914. Zita: "Die ganze Bevölkerung war von der Begeisterung erfaßt und strömte jubelnd zum Palais". Thronfolger Karl: „Wie das Volk den Krieg als solchen - mag er auch gerecht sein - mit solchem Jubel begrüßen kann, das verstehe ich einfach nicht. Krieg ist doch etwas Entsetzliches“. Weiter: „Wer den Taumel der Begeisterung damals sah, der kann nicht behaupten, dieser Krieg sei gegen den Willen des Volkes entfacht worden". Als er kurz darauf von einem Frontbesuch heimkehrte, schätze er die Lage bemerkenswert weitsichtig ein: "Das wird kein normaler Krieg sein ... diesesmal ist es das Ende."

Erzherzog Karl mit Kaiser Franz Joseph und Prinzessin Zita

Glückliche Tage: Kaiser Franz Joseph, Erzherzogin Zita geb. v. Bourbon-Parma und ihr Gemahl Erzherzog Karl

Das Verfahren zur Seligsprechung von Karl von Österreich (1887-1922) war bereits seit 1949 im Gange. Am 20. Dezember letzten Jahres setzte Papst Johannes Paul II. seine Unterschrift unter das Dekret über den positiven Ausgang des Wunderprozesses und am 12. April d.J. unterzeichnete er das das Dekret über den heroischen Tugensgrad des Dieners Gottes. Am Sonntag, den 3. Oktober 2004 war es nun soweit: Kaiser Karl I., als gekrönter ungarischer König Karl IV., wurde zur Ehre der Altäre erhoben!

Der vorerst letzte österreichische Monarch, mit dessen Vertreibung aus Österreich eine unsagbar "schreckliche kaiserlose Zeit" angebrochen war, die bis heute andauert, wird am 3. Oktober d.J. vom Heiligen Vater in Rom selig gesprochen werden.

 

"vorbildlicher Christ, Ehemann, Familienvater und Herrscher"

Im April 2003 bestätigte die Heiligsprechungskongregation, daß Karl I. ein "vorbildlicher Christ, Ehemann, Familienvater und Herrscher" gewesen sei und tugendhaft gelebt habe. Er habe stets das Gute seines Volkes gesucht und sich an der Soziallehre der katholischen Kirche orientiert.

Auch das Friedensengagement des Kaisers hat eine Rolle gespielt. Praktisch als einziges Staatsoberhaupt der kriegführenden Mächte hatte sich Karl I. die Bewertung des Ersten Weltkriegs durch Papst Benedikt XV. ("unnützes Blutbad") zu eigen gemacht und ist "vom ersten Tag seiner Regierung an" (Otto v. Habsburg gegenüber Radio Vatikan), für ein Ende des Krieges eingetreten. Auch das Verhalten des vom österreichischen Parlament im Jahre 1919 vertriebenen Monarchen in seiner letzten Lebensphase auf Madeira wurde positiv bewertet. Auf Madeira, besonders am Grab des Dieners Gottes in Funchal, wird der jung verstorbene Kaisers sehr verehrt und um seine Fürsprache gebeten.

Am 20. Dezember erkannte der Vatikan offiziell ein Wunder an, das der Anrufung Karls I. zugeschrieben wurde. Otto v. Habsburg beschrieb die wundersame Geschichte so: "Einer Nonne sollte das Bein abgenommen werden. Eine Mitschwester empfahl ihr, zu Kaiser Karl zu beten. Sie verweigerte dies aber mit den Worten 'das will ich nicht, ich hasse die Habsburger'. Daraufhin hat die Schwester ein Bild des Kaisers in den Verband hineingeschmuggelt." Nach einer wieterführenden Version hätte sie, als die Schmerzen nicht aufhören wollten, doch zu Kaiser Karl gebetet. Jedenfalls war am nächsten Tag war das Bein völlig genesen.

 

Kaiser Karl ist einer der umstrittendsten Politiker in der österreichischen Geschichte überhaupt, wobei die Angriffe immer aus einer bestimmten Ecke kamen und kommen, in der sich Sozialdemokraten und Deutschnationale gleichermaßen tummeln. Daß die junge Republik Österreich im Jahre 1919 einen ihrer frommsten und fortschrittlichsten Politiker ohne Hab und Gut ins Exil geschickt hat, und seine Familie völlig enteignet hat, kann nur beschämen. Auch die Christlichsozialen waren daran nicht unschuldig.

So wurde auch das Schloß Hetzendorf, das zum hofärarischen Vermögen gehört hatte, kurzerhand zum Bundesbesitz erklärt. Für unser Hetzendorf, das seinerzeit als Kurort gegolten hatte, ein herber Schlag, von dem es sich nicht mehr erholen sollte. Die Architektur und Kubatur vieler neuer Gebäude und der jämmerliche Zustand des Bahnhofes in Hetzendorf sind Ausdruck dieser verwahrlosten Geisteshaltung.

Wird nun eine Straße in Hetzendorf in Kaiser-Karl-Straße umbenannt? Wahrscheinlich ist die Zeit noch nicht reif dafür, aber man darf es hoffen. Zumindest könnte damit ein kleiner später Dank an einen großartigen und vorbildlichen Monarchen zum Ausdruck gebracht werden.

Am 3. Oktober 2004 hatte der feierliche Akt der Seligsprechung unseres Dieners Gottes aus dem Hause Österreich am Petersplatz in Rom stattgefunden. Unter den zahlreichen Ehrengästen auch der hetzendorfer Rektor Dr. Kolaska und einige junge Hetzendorfer.

Weitere Informationen erhalten entnehmen Sie bitte dem Programm der Kaiser-Karl-Gebtsliga:

www.seligsprechungkaiserkarl.info.

 

 

Mehr Informationen zu Kaiser Karl I.:
www.cisinformatica.it/karl

 

Datum 5.6.2004


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